Politspective

"about the search for solutions to the problems our society is facing. A search that even given the complexity of our world is rather realistic by the acknowledgment that the answers are not only in politics, nor in economics or science, nor in arts, philosophy or religion but in the specific conjunction of all of this fields given by the particular socioeconomic conditions of our era."
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Photo by: mr.gearsAm 5. August im Standard Interview sagte der Präsident des Handels- und Shoppingcenterverband, Stephan Mayer-Heinisch, dass “der Handel beutet keine Mitarbeiter aus”.

Dabei gab diese Woche der Oberste Gerichtshof eine Handelsangestellte Recht, die in einer schlechter bezahlten Verwendungsgruppe zugeordnet war als ihr zustand. Nach Angaben der Gewerkschaft sind in Österreich von der Situation bis zu 25.000 KasiererInnen betroffen. “Nach acht Jahren macht die Differenz gut 15 Prozent des Gehalts aus”, sagt Gewerkschafter Karl Proyer.

Der Möbelkonzern Lutz, der insbesondere in Deutschland von den Gewerkschaften wegen seinem unfaire Beschäftigungs- und Bezahlungspolitik kritisiert wird, argumentiert ganz lapidar: “wir sind keine Barbaren, sonst würde keiner bei uns arbeiten wollen”.

So, so. Also, alle Firmen, Unternehmen oder Fabriken die es schaffen, Mitarbeiter anzustellen, sind nicht Barbar. So gesehen macht die Behauptung von Mayer-Heinisch auch Sinn, denn wenn Ausbeuten nicht bedeutet, unterbezahlt für zu viel Arbeit unter unfaire Konditionen zu arbeiten, dann ist das einzige Barbar die gewaltige Versklavung von Menschen. Ach ja, weil Menschen nur dann zu essen und zu wohnen brauchen, wenn sie Spaß bei der Arbeit haben.

Das einzige, was mir als Abschluss zu dem Thema noch einfällt sagte Mayer-Heinisch selber: “Händler jammern immer”