Politspective

"about the search for solutions to the problems our society is facing. A search that even given the complexity of our world is rather realistic by the acknowledgment that the answers are not only in politics, nor in economics or science, nor in arts, philosophy or religion but in the specific conjunction of all of this fields given by the particular socioeconomic conditions of our era."
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Eine Antwort auf den Artikel von Jochen Bittner bei “Die Zeit”.

Wahrscheinlich meint es der “Die Zeit” Journalist Jochen Bittner einfach sarkastisch, wenn er meint, dass man dem Verfassungsschutz vorgeworfen hat “das Undenkbare nicht gedacht zu haben”. 

Vielleicht entsteht aus lauter Ignoranz die Behauptung, dass Politik auf den Straßen zu brennenden Mittelklassewagen führt. Wahrscheinlich mag er es reaktionär, wenn er es so verwerflich findet “den Herrschenden ihre ökonomischen Machtgrundlage zu entreißen”.

Aber was, wenn dahinter einfach mehr steckt? Oder genauer gesagt, weniger? Was, wenn der Artikel einfach nur dumm ist?

Es ist ja nicht gerade undenkbar, illegale, neonazistische Gruppierungen wären Gewaltbereit. Der Vorwurf lautete, wo es doch so offensichtlich war, wieso der Verfassungsschutz so lange nicht agierte.

Parlamentarismus ist auch nicht mit Demokratie gleichzusetzen. Es kann Demokratie ohne Parlamentarismus geben, aber wichtiger: Parlamentarismus kann auch ohne Demokratie existieren. Und in der Tat, mit ein bisschen Recherche hätte der Herr Bittner herausgefunden, dass die Parlamente, Kongresse, Kammern und dergleichen, sehr, sehr selten (um nicht NIE zu sagen) die Zusammensetzung des Volkes wiederspiegeln. Kein Wunder, dass Leute unser System nicht immer als echt demokratisch sehen. Kein Wunder, dass viele einen Systemwechsel fordern. Das macht sie nicht zu Antidemokraten, schon gar nicht zu Verfassungsschändern.

Aber bitte, zumindest von Überwachung kann jedenfalls nicht die Rede sein. Denn der Verfassungsschutz tut ja nicht mehr als jede Zeitungsredaktion machen könnte. Nur einen Haken hat es trotzdem: Sie sind keine Zeitung, sondern ein Organ des Staates.

Blöde Artikel können auf vielerlei Humus wachsen. Auch auf “Der Zeit”.

http://www.zeit.de/2012/05/Beobachtung-Linkspartei-Pro?commentstart=9#comments

The study of economics does not seem to require any specialized gifts of an unusually high order. Is it not, intellectually regarded, a very easy subject compared with the higher branches of philosophy or pure science? An easy subject, at which very few excel! The paradox finds its explanation, perhaps, in that the master-economist must possess a rare combination of gifts. He must be mathematician, historian, statesman, philosopher -in some degree. He must understand symbols and speak in words. He must contemplate the particular in terms of the general, and touch abstract and concrete in the same flight of thought. He must study the present in the light of the past for the purposes of the future. No part of man’s nature or his intuitions must lie entirely outside his regard. He must be purposeful and disinterested in a simultaneous mood; as aloof and incorruptible as an artists, vet sometimes as near the earth as a politician.

By IMF [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons

John Maynard Keynes

Let them call me rebel and welcome, I feel no concern from it; but I should suffer the misery of devils, were I to make a whore of my soul…
Thomas Paine