Politspective

"about the search for solutions to the problems our society is facing. A search that even given the complexity of our world is rather realistic by the acknowledgment that the answers are not only in politics, nor in economics or science, nor in arts, philosophy or religion but in the specific conjunction of all of this fields given by the particular socioeconomic conditions of our era."
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Der Präsident des Verbandes “Die Familienunternehmer”, Lutz Goebel, argumentiert in seinem Artikel in der “Zeit Online” gegen eine Reichensteuer mit ganz klaren Zahlen:

Die oberen 10 Prozent der Einkommensteuerzahler schultern bereits 53 Prozent des Aufkommens, die oberen 25 Prozent bringen 75 Prozent, die unteren 25 Prozent zahlen praktisch keine Steuern.”

So eine Statistik ist allerdings nicht besonders beruhigend. Sie zeigt ganz klar wie ungeheuerlich groß die Einkommensunterschiede zwischen den ganz Reichen und dem Durchschnitt der Bevölkerung ist. Bei einem tatsächlichen Spitzensteuersatz von 40% für die Top-Einkommensschichten (nicht so optimistische Rechnungen gehen von viel weniger aus), macht die Summe der oberen 10 Prozent noch immer viel mehr als alle anderen Steuerzahler zusammen! Ganz zu schweigen davon, dass der Mittelschicht eine tatsächliche Steuerlast von über 50% auferlegt wird. Trotzdem ist ihr Beitrag geringer. 

Die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich ist besorgniserregend und unter keinerlei ökonomischen Aspekten zu verteidigen oder gar zu befürworten. Es braucht ganz klar eine Politik, die das Einkommen der Mehrheit der Bevölkerung nominell und relativ vergrößert.

Wie in seinem Artikel aus einer Reichensteuer eine Mittelschichtsteuer geworden ist, ist auch nicht nachzuvollziehen. Meiner Meinung nach versucht er nur die Arbeiterfamilien für dumm zu verkaufen, sodass sie glauben, eine Reichensteuer wird sie auch negativ betreffen. Gute Neuigkeiten, wird sie nicht!

  1. hernanvillamizar posted this